
Der IKARUS hebt wieder ab und dies im 25. Jahr! Von Mai 2025 bis Ende April 2026 hat die fünfköpfige Erwachsenen-Nominierungsjury und Teile des Jugend-Fachjury 37 Premieren gesichtet. Gemeinsam diskutierten sie ihre Eindrücke bei der finalen Nominierungssitzung. Und die Jugend-Fachjury machte von ihrem „Joker“ gebrauch, ein Stück unabhängig zu nominieren. Diese Neuerung stärkt die Mitbestimmung junger Menschen und macht ihre Perspektive zum festen Bestandteil der Entscheidungsfindung.
Die nominierten Inszenierungen wurden von unserer Nominierungsjury Anfang Mai nach ausführlicher Diskussion aller Sichtungen gemeinsam bestimmt. Im August erscheint das ausführliche Programmleporello der diesjährigen IKARUS-Spielzeit mit Aufführungsterminen aller Produktionen.
Ab 18. Mai um 12:00 Uhr werden die Nominierungen im Bereich Kindertheater und im Bereich Jugendtheater für den IKARUS 2026 bekanntgegeben.

Tanzperformance mit Livemusik von Cíntia Rangel & Theater o.N.
Was könnte magischer sein, als seiner Fantasie freien Lauf zu lassen? Einer der Mythen über den Baobab besagt, dass die Orixas ihn so groß erschufen (ein Baobab kann bis zu 30m hoch werden), dass er bereits aus der Ferne sichtbar ist und selbst weit blicken kann. Sein Stamm ist hohl und dick (er kann einen Durchmesser von bis zu 11m erreichen) und kann nicht nur Wasser, sondern auch Wissen über seine mehr als tausendjährige Lebenszeit speichern. Die Geschichte erzählt, dass der Baobab, als er sein Spiegelbild im Wasser eines Sees sah, begann, die Orixas zu fragen, warum er so anders sei als die anderen Bäume. Daraufhin drehten die Orixas ihn auf den Kopf, damit er sich auf sich selbst konzentrieren und erkennen konnte, dass er genauso besonders war wie alle anderen Bäume mit Blättern, Früchten oder Blüten. Deshalb ähneln die Äste eines Baobabs Wurzeln. So wurde der Baobab zum Baum des Lebens, einer uralten Verbindung zwischen Vergangenheit und Zukunft, einem Symbol der Widerstandsfähigkeit gegenüber Zeit und Herausforderungen, einem Bewahrer von Wissen, das über Generationen hinweg weitergegeben wird. Es heißt, dass ein Baobab, den man umarmt, Geschichten und Lehren aus Tausenden von Jahren erzählen kann. Dies ist die Geschichte, von der die Tanzperformance "Baobab" inspiriert ist.
Es gibt Erde, Wasser, Feuer und Luft. Es gibt Samen, die man sorgfältig pflanzen kann. Es gibt Früchte, die bunt glänzen, und es gibt einen besonderen Baum, der uns Geschichten aus tausenden Jahren erzählen kann: den Baobab. Mit beeindruckendem Tanz, mitreißender Musik, lustigen Momenten und wenigen Worten erzählt das Stück Baobabvon der Welt und der Natur. Dabei verbindet es auf wundervolle Weise das Spielerische, Performative, Erzählerische und Abstrakte. Performerin Cíntia Rangel und Musiker K’boko gelingt es, eine fantasievolle und gleichzeitig gemütliche Atmosphäre zu schaffen, in der sich das Publikum jeden Alters wohlfühlt. Man taucht in das Erlebnis ein und spürt seine Wirkung noch lange nach.
Was können uns die Bäume erzählen, wenn wir genau hinhören? Eine magische und visuell beeindruckende Reise, die uns mit Tanz, Musik und altersgerechter Zugänglichkeit in ihren Bann zieht.
Termine werden ab Juli 2026 veröffentlicht
Konzept,
Regie, Choreografie und Performance: Cíntia Rangel
Musik und
Performance: K’boko (Fabiano Lima)
Dramaturgie und
Regieassistenz: Guilherme Morais
Bühnenbild, Video und
Dokumentation: Zé de Paiva, Kathleen Kunath
Kostümbild:
Michelle Ferreira
Lichtdesign: Raquel Rosildete
Lichtdesign
Mitarbeit und Lichttechnik: Aslı Atasoy Öner
Projektleitung:
Vera Strobel
Produktionsleitung: Yaser
Mohammad
Öffentlichkeitsarbeit und Marketing: Sophie Braun,
Nele Riepl, Silke Saalfrank
Fotos: Douglas Pingituro
Gefördert vom Haupstadtkulturfonds
Premiere: 17.05.2025 Spieldauer: 35-40 Min.
Altersempfehlung: von 2 bis 8

Eine bizarre Musikalische Erzählung mit Maskenspiel und Tanz zum Thema Verzeihen, nach dem Bilderbuch von Wolfdietrich Schnurre
Unseren Kindern bringen wir bei, dass sie nicht zurückschlagen sollen sondern verzeihen. Verzeihen – auch, wenn mir jemand das Liebste zerstört? Wolfdietrich Schnurre, Gründer der Literatur-Gruppe 47, hat eine kurze Fabel hinterlassen, die posthum als Bilderbuch erschienen ist, illustriert von Aljoscha Blau. Hier stellt der Elefant im Porzellanladen die Redewendung, aus der er stammt, auf den Kopf: Er hegt und pflegt das feine Geschirr mit größter Vorsicht und verkauft es zu stolzen Preisen an wohlhabende Liebhaber. Eines Tages kommt eine „arme kleine“ Maus des Wegs, heute mal bisschen auf Krawall gebürstet, will einfach nur ne billige Suppenschüssel aber hinterlässt dann einen riesigen Scherbenhaufen. „Alles kaputt, tausend spitze Scherben, wie es einmal war, wird’s nie wieder werden.“ Zum Glück haben die Nachbarn die Polizei gerufen, die sofort zur Stelle ist. Doch dann nimmt alles eine unerwartete Wendung… Unter der Regie von Matthias Schönfeldt bringt das ATZE Musiktheater diese Geschichte auf die Bühne. Mit der Musik von Iljá Pletner und den Masken von Frida Grubba entsteht eine bizarre Musikalische Erzählung mit Maskenspiel und Tanz.
„Die Maus im Porzellanladen“ erzählt mit atmosphärischer Dichte und großer Ehrlichkeit von Verletzung, Ausgrenzung, Strafe und Vergebung. In seiner feinsinnigen, originellen Erzählweise nimmt das Stück sein junges Publikum konsequent ernst. Eine beeindruckende Körperarbeit, präzise Choreografie und ein faszinierendes Zusammenspiel aus Tanz, Musik und Klangelementen erschaffen dabei eine eigenständige, oft überraschende Erzählwelt über das, was passiert, wenn wirklich alles unwiederbringlich zu Bruch geht. Besonders das ausdrucksstarke Bühnen-, Licht- und Kostümbild mit seinen außergewöhnlichen Masken bleibt nachhaltig in Erinnerung.
Die Inszenierung trifft den Geist der Vorlage auf eindrucksvolle Weise und schafft es, gesellschaftliche Themen wie Diskriminierung und deren Auswirkungen sensibel und zugleich eindringlich erfahrbar zu machen.
Gerade weil das Stück konsequent seinen eigenen ästhetischen Weg geht, dabei viel wagt und zahlreiche Gesprächsansätze für Kinder bietet, wurde es von den jugendlichen Jurymitgliedern mit einem „Joker“ zusätzlich nominiert.
Die Maus im Porzellanladen“ erzählt mit großer emotionaler Kraft von den Momenten, in denen etwas unwiederbringlich zerbricht. Dabei macht die Inszenierung Ausgrenzung und Verletzlichkeit auf eindringliche Weise erfahrbar und eröffnet zugleich viele Gesprächsanlässe für ein junges Publikum, daher bekam es unseren Joker (jugendliche Nominierungsjurymitglieder).
Do.
21.05.2026, 16:30 Uhr
Fr. 22.05.2026, 16:30 Uhr
So. 24.05.,
15:00 Uhr
So. 01.11.2026, 15:00 Uhr
Di.
03.11.2026, 10:00 Uhr
Darsteller*innen:
Falk Berghofer, Breeanne Saxton, Iljá Pletner
Regie: Matthias
Schönfeldt
Komposition & musikalische Leitung: Iljá
Pletner
Bühnenbild
Kostüme & Masken: Frida
Grubba
Maskenspielberatung: Jana Heilmann
Licht: Frank
Hamann & Alex Weiglin
Premiere:
19.07.2025
Dauer: 50 Min.
Altersempfehlung: 5 -
9
https://atzeberlin.de/

Altersoffene Tanzperformance für alle ab 5 Jahren für T*taubes und hörendes Publikum über Wahrnehmungswelten
Wie unterschiedlich kann ein und dieselbe Situation wahrgenommen werden? In der Regel lernen wir, dass der Mensch fünf Sinne hat: Hören, Sehen, Schmecken, Riechen und Fühlen. Doch: Die Wahrnehmung der Lebewesen der Welt ist weitaus bunter und vielfältiger. baff geht diesem Gedanken in einem Forschungslabor mit 5 Experimenten auf den Grund. In einer wilden Reise durch unterschiedliche Welten der Wahrnehmung wird schnell klar: Wir nehmen die Welt nicht so wahr wie sie ist, wir nehmen sie so wahr, wie wir sind.
Wie hört eine Fledermaus? Wie sieht eine Fliege? Und
wie nimmt ein Fisch Geschmack wahr? Mit den fünf Sinnen beschäftigt sich das
Trio baff, das erneut eine Tanzperformance auf der Grundlage von
Gebärdensprache erarbeitet. Für ihre kreativ-verspielten Einfälle zur
Vermittlung von Sinneseindrücken verschiedenster Lebewesen nutzen sie alle
Gestaltungsmittel des Theaters: Kostüm, Ton, Licht… Ein Staubsauger wird zum
Spürhund, Geruch als Nebel und Ultraschall in Gesten sichtbar. baff laden zum
Eintauchen in die Wunderwelt der darstellenden Künste wie der Biodiversität.
Nebenbei vermitteln sie in ihrer sinnlichen Biologiestunde den Wert von
Toleranz: Nehmen wir nicht alle die Welt unterschiedlich wahr?
Mit Humor durch die Welt der Sinne: Als Pioniere des Gebärdensprach-Theaters liefern baff eine neue theatrale Forschungsarbeit. Und verzaubern mit einer Tanzperformance voll überschießender Kreativität, die die Vielfalt feiert.
Termine werden voraussichtlich ab Juli 2026 veröffentlicht
Konzept,
Choreographie, Performance: Jan Kress, Jan Rozman, Julia Keren
Turbahn
Bühnenbild: Dan Pikalo
Lichtdesign: Annegret
Schalke
Kostümbild: Jan Brovc
Sound Design: Tim
Schwerdter
Access Dramaturgie: Susanne Tod
Outside Eye:
Anna Deul, Rachell Bo Clark
Illustration, Grafikdesign: Matija
Medved
Theaterpädagogisches Begleitplakat: Charlotte Bartesch,
Julia Keren Turbahn, Gitanjali Schmelcher, Susanne Tod
Produktionsleitung: Alexander Schröder, Julia Keren
Turbahn
Fotos: Philipp Weinrich
Dolmetschung DGS + DEutsch Team: Neely de
Jong, Caterina Macht
Videodokumentation: abraso [Camilo Londoño
Hernández und Juan Pablo Gaviria Bedoya]
Die
Produktion wurde begleitet von Schüler*innen der
Rosa-Parks-Grundschule Ernst-Adolf-Eschke-Schule.
Mit
Dank an Stephan Neumann, Ziv Frenkel und Nora Gores.
SINNich ist eine Produktion von baff in Koproduktion mit FELD Zentrale für junge Performance.
Ermöglicht
durch den Hauptstadtkulturfonds und die Senatsverwaltung für Kultur
und Gesellschaftlichen Zusammenhalt des Landes Berlin im Rahmen der
Einzelprojektförderung. Mit Unterstützung des Residenz-Programms
des slowenischen Kulturministeriums.
Taub* schließt für baff verschiedene Identitäten und Lebensrealitäten wie gehörlos, schwerhörig, CI-tragend sowie spätertaubt ein.
Premiere:
18.02.2026
Spieldauer: ca. 60 Min.
Altersempfehlung:
altersoffen ab 5
https://www.baff.website/

Ein Theaterstück von Uta Bierbaum über häusliche Gewalt – und was wir dagegen tun können
Wusstet ihr, dass es in einem Hochhaus vor Abenteuern nur so wimmelt? Nein? Dann passt mal gut auf: Wenn man zum Beispiel mit dem Fahrstuhl in die 40. Etage fährt, landet man in der Urwaldetage. Dort muss man sich richtig in Acht nehmen: Ein Riesengorilla treibt dort sein Unwesen. Aber zum Glück fahrt ihr nicht allein. Der 9-jährige Eddie und sein Forscherfreund Herr Taniwa sind da und leiten die Forscherexkursion. Zusammen mit Mama, Baby-Bruder Pupsbert und dem Mario, Mamas neuem Macker, wohnt Eddie in einer kleinen Wohnung in der 13. Etage. 13 ist eine Unglückszahl, das hat seine Ommi ihm erklärt. Sie sagt auch, dass „heute Nacht um 03.34 Uhr” ein Meteorit auf die Erde kracht. Eddie bleibt da ganz cool – Angst macht ihm eher, der Mario könnte merken, dass er nachts eingepullert hat. Dann gibt‘s wahrscheinlich wieder Ohrfeigen. Dem würde der Weltuntergang immerhin ein Ende bereiten. Was aber, wenn kein Meteorit kommt und alles so bleibt, wie es ist??? Eine Hochhaus-Abenteuergeschichte mit Monstern, Meteoriten und doofen Stiefvätern – erzählt von Eddie, der schließlich herausfindet, dass es für ein sicheres Zuhause keinen Weltuntergang braucht. Die Uraufführung des Theaterstückes von Uta Bierbaum wird von Matthias Schönfeldt auf die Bühne gebracht. Er inszeniert Eddie als einen wissbegierigen und lebensfrohen Jungen, der sich und uns durch eine triste Hochhauslandschaft navigiert und die beklemmende Situation zu Hause mit Geschichten und Fantasie-Fahrstuhlfahrten zu vergessen versucht. Im Bühnenbild von Frida Grubba mit Dia-Projektionen und Diarahmen-Hochhauswelten entsteht ein facettenreiches Spiel zwischen Licht und Schatten, das durch die musikalischen Arrangements von Sinem Altan die turbulente innere Welt des Protagonisten klanglich übersetzt und seine Gefühle ans Licht des Tages bringt.
Hinweis auf sensible Inhalte: Kindeswohlgefährdung. Du hast Probleme zu Hause, Kummer oder Ängste und weißt nicht mehr, was du noch machen kannst? Der Kindernotdienst ist rund um die Uhr für Dich da. Ruf einfach an: 030 610061
Eddie lässt sich nicht unterkriegen. Auch wenn Mamas neuer Freund ausrastet. Dann geht er eben auf Forschungsreise in seinem Wohnhaus, dort gibt es so viel zu entdecken! Uta Bierbaum gelingt in ihrem Theatertext eine vielschichtige Erzählung, die das Thema häusliche Gewalt ernst nimmt, aber auch einen Ausweg aus Eddies Situation eröffnet. In Matthias Schönfeldts Inszenierung ist Eddie ein selbstbewusster, neugieriger Junge, der in einem Bühnenbild aus Dia-Rahmen die Geheimnisse seines Umfelds wie des Universums erkundet und sich selbst Unterstützung organisiert. Sensibel und berührend, stark und Mut machend sind der Text und die Inszenierung. Ein Glücksfall fürs Kindertheater.
Einfühlsam und doch direkt erzählt Uta Bierbaum von
einem unerschrockenen 9-Jährigen. Mit Phantasie und Entdeckergeist trotzt Eddie
einem schwierigen häuslichen Umfeld. Die Balance von Unbeschwertheit und Ernst
gelingt auch in der Inszenierung. Ein Ereignis!
Di.
09.06.2026, 10:00 Uhr
Mi. 10.06.2026, 10:00 Uhr
Mi. 14.10.2026,
10:00 Uhr
Do. 15.10.2026, 10:00 Uhr
Mi. 11.11.2026, 10:00 Uhr
Do.
12.11.2026, 10:00 Uhr
Darsteller*innen:
James Christopher Dougla, Lennie Gottberg, Otto Kosok
Buch: Uta
Bierbaum
Regie: Matthias Schönfeldt
Komposition und
Musikalische Leitung: Sinem Altan
Bühnen- und Kostümbild:
Frida Grubba
Dramaturgie: Nicola Willeke
Licht: Henryk
Weidl & Eva Ramdohr
Bühnenbau: Henryk Weidl
Co-Piloten
Expert*innenklasse: Klassen 4.-6. der
Anna-Essinger-Gemeinschaftsschule, Montessori Grundschule mit Frau
Putzo
Aufführungsrechte: S. Fischer Verlag GmbH, Frankfurt am
Main
Uraufführung:
09.11.2025
Spieldauer: 75 Min.
Altersempfehlung: 9 -
12
https://atzeberlin.de/

Schauspiel von Dorit Linke und Ensemble
Dazugehören. Das ist der größte Wunsch Kirkos, als er nach einer langen Flucht in einem neuen Land ankommt. Doch statt offener Türen begegnen ihm Einsamkeit, bürokratische Hürden und Fremdenfeindlichkeit. Niemand wartet auf ihn in dem zugewiesenen Zimmer. Ein neues Leben soll beginnen. Doch wie kann dieses aussehen? Wo ist sein Anfang? Und wer hilft ihm dabei? Die Gegenstände aus Kirkos Koffer erzählen Geschichten aus der Vergangenheit. Diese Erinnerungen an Freundschaft und Zusammenhalt geben ihm die Kraft, Wünsche für ein Miteinander in der neuen Heimat zu artikulieren und der Feindschaft, die ihm begegnet, eine zukunftsgerichtete Vision entgegenzustellen. Sie kann den Weg bereiten für einen Neuanfang. Zusammen mit euch.
Durch die Augen des Protagonisten (Kirko) erleben wir seinen Weg aus
einem Land, in dem er nicht mehr bleiben konnte, in ein anderes Land, in dem er
von einigen nicht erwünscht ist. Schlicht und ergreifend erzählt „Wünsche"
eine Migrationsgeschichte mit all ihren Hürden, ohne sich dabei auf eine
konkrete Zeit oder einen Ort zu beschränken. So fällt es als Zuschauer*in sehr
leicht sich mit Kirkos authentischer und sympathischer Art zu identifizieren.
Durch die geschickt konzipierte schräge Bühne, bleibt nichts vor den Augen der Zuschauenden
versteckt. „Wünsche“ überzeugt durch ein zeitloses Bühnenbild und Kostüm,
wodurch die Irrelevanz der Einordnung in Zeit und Ort, und vielmehr die
Dringlichkeit der universalen Thematik, deutlich wird. Das Stück berührt tief
und konfrontiert das junge Publikum mit wichtigen Fragen, ohne sie zu
überfordern.
Ein Theaterstück über Verdrängung, Krieg, Rassismus aber auch Wünsche, Träume
und Akzeptanz.
„Wünsche“ erzählt Geschichten aus der Vergangenheit und stellt die Frage in was für einer Zukunft wir leben wollen. Ein Stück, welches in seiner Schlichtheit und Zugänglichkeit für junges Publikum überzeugt und dabei nicht an Dringlichkeit verliert.
Mo.
06.07.2026, 9:00 & 11:00 Uhr | Theater Morgenstern
Di.
07.07.2026, 9:00 & 11:00 Uhr | Theater Morgenstern
weitere
Termine folgen
Schauspiel:
Oleksandr Koval
Idee/Regie: Daniel Koch
Text &
Dramaturgie: Dorit Linke
Co-Dramaturgie: Dirk Brauner
Bühne:
Dirk Thiele
Kostüm: Katrin F. Bischof
Musik: Radu Nagy
Licht: Iana Boitcova
Video- und Ton: Tina
Kovalski
Ausstattung: Marco Riedel
Produktionsleitung:
Pascale Senn Koch
Fotos: Jörg Metzner
Gefördert durch die Stiftung am Grunewald, der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt sowie dem Verein Freunde und Förderer des Theater Morgenstern e.V.
Uraufführung:
05.07.2025
Dauer: ca. 90 Min.
Altersempfehlung:
9+
https://www.theater-morgenstern.de/

Interaktive Performance von Turbo Pascal
Demokratie findet nicht nur in Wahlen, Parlamenten und Regierungen statt, sondern steckt auch in deinem Feed, in der Diskussion mit Freund*innen und in Demos auf der Straße. Sie betrifft uns alle. In der interaktiven Performance „Regiert euch!“ bewegen wir uns gemeinsam durch verschiedene Schauplätze der Demokratie und fragen: Können Demonstrationen etwas bewirken? Wie formen soziale Medien deine Meinung? Und was tun wir, wenn antidemokratische Tendenzen lauter werden? Die Bühne wird zum Spielfeld und ihr entscheidet mit, wer an die Macht soll, was gestärkt, was zurückgedrängt werden muss – und welche Themen dringend neue Aufmerksamkeit brauchen. So entsteht ein vielstimmiger Raum, der uns allen gehört! Schaffen wir es, ihn gemeinsam auszuhalten – mit all den Konflikten, Ideen und Möglichkeiten, die Demokratie ausmachen? Die Themen junger Menschen finden in der aktuellen Politik zu wenig Platz und Gehör, das Vertrauen in demokratische Prozesse schwindet. Aber wenn Vertrauen verloren geht, werden auch Werte wie Toleranz, Respekt, Vielfalt und Meinungsfreiheit angreifbar. „Regiert euch!“ zeigt, dass es sich lohnt, die Demokratie zu verteidigen und dass sie auf eure Stimmen und euer Handeln nicht verzichten kann! Nach dem Erfolg von „Unterscheidet euch!“ kehrt das Theaterkollektiv Turbo Pascal mit einer neuen interaktiven Performance an die Parkaue zurück und lädt das Publikum ein, Demokratie spielerisch zu erleben.
“Regiert euch“ holt die Demokratie aus den Parlamenten auf die Theaterbühne. Geschickt werden die Themen des Publikums in die Performance verwoben. In der Mischung aus partizipativen Elementen und inszenierten Diskussionen begleiten uns die Schauspieler*innen bei der eigenen Meinungsfindung. Gemeinsam fragen wir uns, was uns wirklich wichtig ist. Wofür würdest du auf die Straße gehen? Und können Demonstrationen wirklich etwas verändern? Projektionen an den Wänden lassen uns eintauchen in Proteste der Vergangenheit und in die überfordernde virtuelle Welt. Wie soll man sich heutzutage noch zurechtfinden bei der Flut an Meinungen, die uns im Internet überrollen? Wer prägt eigentlich unsere Meinung? Unsere Freunde? Familie? Oder Meinungs-Blogger aus dem Internet? “Regiert euch“ stellt Fragen und lässt das Publikum antworten, so wird ein wertfreier Raum für Austausch, Diskussion und Begegnung geschaffen.
Regiert euch“ fordert unsere Sehgewohnheiten heraus und schafft ein ganz neues Theatererlebnis. Ein interaktives Stück, das zum Nachdenken und Weiterdiskutieren einlädt.
Termine werden voraussichtlich ab Juli 2026 veröffentlicht
Mit:
Friedrich Greiling, Anna Lepskaya, Mira Tscherne
Mit (wechselnd): Eva
Plischke, Angela Löer, Frank Oberhäußer
Regie:
Turbo Pascal
Bühne und Kostüme: Janina Janke
Musik:
Friedrich Greiling
Video: Daniela del Pomar
Videoassistenz:
Paul Holdsworth
Dramaturgie: Leila Etheridge
Künstlerische
Vermittlung: Irina-Simona Bârcă, İlayda Schattner
Gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt
Premiere:
02.10.2025
Spieldauer: 65 Min.
Altersempfehlung: 12 -
16
https://www.parkaue.de/

Spielfreudigst rast Bridge Markland durch Kleists zerbrochnen Krug + dampft den Klassiker zu einer unterhaltenden Pop-Musik-Gerichts-Show zusammen. Der vor Gericht verhandelte Streitfall um einen zerbrochenen Krug verbirgt eine weitere Tat: Einflussreicher Mann belästigt junge Frau. Wird Eve es wagen, den Täter zu beschuldigen und damit ihren Verlobten Ruprecht zu entlasten? Denn diesem droht der Kriegsdienst in fernen Ländern und Hans Albers singt dazu anschaulich „bei Rocktown liegt er längst im Grabe / und aus seinen Knochen wachsen Blumen raus“. Das Lügengeflecht und der Machtmissbrauch werden während der Show immer durchsichtiger. Kann sich am Ende die Gerechtigkeit durchsetzen? In schnellem Wechsel spielt die Verwandlungskünstlerin mit und ohne Handgeführte Puppen den Dorfrichter Adam, Schreiber Licht, Gerichtsrat Walter, Klägerin Marthe Rull, ihre Tochter Eve Rull und deren Verlobten Ruprecht, sowie die Zeugin Frau Brigitte.
„krug in the box“ ist ein funkelndes Spiel mit Identitäten, Stimmen, Soundschnipseln und Bildern. Bridge Markland wirbelt Heinrich von Kleists Welt durch Körper, Puppen und Pop und erschafft daraus ein rasantes Solo voller Witz, Präzision und Spielfreude. Mit virtuosem Playback, rhythmischer Musikebene und verblüffenden Rollenwechseln entsteht eine eigene theatrale Sprache, die subtil an Drag-Ästhetiken erinnern. Die Inszenierung verdichtet dabei den klassischen Stoff zu einer klaren, zugänglichen Form und eröffnet überraschende Perspektiven auf Figuren und Konflikte. Humorvoll, innovativ und ästhetisch eigenständig lädt „krug in the box“ dazu ein, Sehgewohnheiten zu hinterfragen und alte Stoffe mit frischem Blick neu zu entdecken. Ein lebendiges Theatererlebnis nicht nur für ein junges Publikum.
Bridge Markland verwandelt Kleists Klassiker mit Playback, Popzitaten und rasanten Rollenwechseln in ein unverwechselbares Theatererlebnis voller Witz, Präzision und Gegenwartsbezug.
30.09.2026,
20:00 Uhr | BrotfabrikBühne
05.11.2026, 20:00 Uhr |
BrotfabrikBühne
06.11.2026, 20:00 Uhr | BrotfabrikBühne
12.11.2026,
19:30 Uhr | Showfenster Theater
Spiel:
Bridge Markland
Sprecher*innen: Thomas Nicolai, Frank
Zimmermann, Ingo Volkmer, Sigrid Grajek, Xenia Fitzner, Nikolai
Radke, Claudia Jakobshagen, Joanna Kupnicka, Olaf Grolmes
Regie:
Bridge Markland + Nils Foerster
Text + Soundcollage: Bridge
Markland
Sound Design: Tom Hornig
Puppen, Kostüme,
Requisiten: Eva Garland
Fotos: Manuela Schneider –
Photogräphin
Presse + Öffentlichkeitsarbeit: Kerstin Böttcher
Die Premiere wurde unterstützt durch Bretscher + Partner AG/Zürich, Dr. Alwine Doris Fouquet-Plümacher / Kleist Gesellschaft. Besonderer Dank gilt: Gisela Tenz, Manuela, Patrick Scully
Premiere:
25.11.2025
Spieldauer: 80 Min.
Altersempfehlung:
13+
https://bridge-markland.com/

Manchmal muss man etwas Falsches machen, damit alles wieder richtig wird.
Das Leben steht plötzlich Kopf in der Klasse 8C der Rothstatten Highschool, als die Schüler*innen erfahren, dass ihr liebenswerter, aber trotteliger Englischlehrer Mr. Keen sie für den Shakespeare-Wettbewerb „Young Players England“ angemeldet hat, und zwar an keinem geringeren Ort als dem National Theatre im Zentrum von London. Die Aufregung ist groß. Ein Ausflug in die Hauptstadt! Aber zu welchem Preis? Shakespeare spielen?! Die Proben sind ein Desaster. Requisiten aus Pappe? Cringe! Der Austauschschüler möchte heimlich Hamlet spielen, Daphne will alles spielen, Sam wiederum nichts und der eigentliche Hamlet ist schon wieder mal „krank“. Dennoch! The Show must go on! Was die Schüler*innen nicht ahnen, ist, dass ihre Probleme gleich noch viel schlimmer werden, als sie in London einer Bande gesuchter Einbrecher in die Quere kommen, die in die Ausstellung der Kronjuwelen einbrechen will. Auf einmal ist Laertes ein Hauptverdächtiger und Königin Gertrud sitzt in der U-Haft. Die Truppe muss schwierige Entscheidungen treffen. Wie gut kennen sie sich eigentlich und wer ist dieser große Typ an der Tür? Wie hält man zusammen, wenn man niemandem vertrauen kann? London Calling ist ein rasantes Stück mit viel Drama und einem fantastischen Sounddesign. Die Motive und Konventionen des Theaterspiels im Theaterspiel, wie es von Shakespeare geliebt wurde, bringen wir für junge Menschen in einfachem Englisch auf die Bühne. Die vier Spieler*innen haben 14 Figuren im Angebot. Jeder wird sich bei diesem Stück wiederfinden. Das wechselhafte Stück verbirgt dennoch eine überraschende Tiefe und wir bekommen einen zarten Einblick in die öfter mal stürmische Gefühlswelt sechs junger Teenager*innen.
Mischung: „London Calling“ ist ein temporeiches und unterhaltsames englischsprachiges Theatererlebnis, das pointierte Komik, englische Sprache und sichtbare Spielfreude miteinander verbindet. Die vier Darsteller:innen wechseln fulminant, mit großer Präzision und oft slapstickhaftem Witz rasant zwischen zahlreichen Rollen und nehmen das Publikum mit auf ein ebenso spannendes wie humorvolles Klassenreiseabenteuer. Manche Figuren wirken bewusst überzeichnet, gerade daraus entsteht ein ansteckender Spaß am Spiel.
Das schlichte Bühnenbild wird klug genutzt, während der filmisch anmutende Soundtrack die Inszenierung rhythmisch vorantreibt und Sprache sinnlich erfahrbar macht. Besonders eindrucksvoll gelingt dies in der Slow-Motion-Szene mit dem Koffer; auch der titelgebende Song „London Calling“ erklingt genau im richtigen Moment. Spielerisch greift die Inszenierung zudem Motive und Sprache Shakespeares auf und schlägt so eine lebendige Brücke zwischen Klassiker und Gegenwart.
London Calling ist rasantes englischsprachiges Theater mit schnellen Rollenwechseln, genial einfachem Bühnenbild und starkem Soundtrack. Höhepunkt: die Slow-Motion-Kofferszene. Überzeichnete Figuren sorgen für Tempo, Humor und Spielfreude.
Termine werden voraussichtlich ab Juli 2026 veröffentlicht
a
company devised production
Mit Ash Willison, Khiri Chumtong,
Fritz Leonard, Violetta Lupis
Regie & Konzept: Joshua
Spriggs, Rachel Pattison
Kostümbild: Gwendolyn
Noltes
Lichtdesign & Bühne: Richard Krutzsch
Bühne:
Jonathan Bachmann
Sound Design: Lukas Zepf
Fight
Choreography: Alfred Hartung
Script: Rachel Pattison
Assistent:
Theda Grota
Photos: Jörg Metzner
Premiere:
01.10.2025
Spieldauer: 70 Min.
Altersempfehlung: 13 -
15
https://platypus-theater.de/

Erinnerungen
haben Geschmäcker, Gerüche, Geräusche und Farben. Sie schmecken nach
Pflaumenkuchen, riechen nach altem Papier, klingen nach raschelnden Telefonen
oder leuchten in Tschitscheringrün.
Splitter sammelt solche Erinnerungsstücke und setzt sie neu zusammen. Es
sind kleine Ausschnitte aus Leben, Alltag und Geschichte. Eins haben sie alle
gemeinsam: Sie führen zurück in ein Land, das es nicht mehr gibt – die DDR.
In den Bruchstellen zwischen Vergangenheit und Gegenwart, in Erzählungen, Briefen und Liedtexten beginnt eine Spurensuche in eine Zeit, die heute oft nur noch in Fragmenten greifbar wird. Collagenartig verbinden sich dabei unterschiedliche Ausdrucksformen und Erzählweisen: Musik und Text, Biografisches und Historisches, Gedankenspiele und interaktive Momente – und schaffen so unterschiedliche Zugänge zur Zeitgeschichte.
Die Stückentwicklung basiert auf den eigenen Familiengeschichten der Spieler*innen, die von Flucht- und Ausreiseerfahrungen sowie vom (Zurück-)Bleiben geprägt sind. Und fragt: Was hat die DDR noch mit uns zu tun?
„Ich habe das Gefühl, dass es für immer eine Distanz zwischen meinen Eltern und mir geben wird. Einfach, weil die aus einem anderen Land kommen als ich."
Eine gute Frage – und nur eine von vielen, die in dieser bemerkenswerten Inszenierung gestellt werden.
Drei Spieler:innen begeben sich auf die Suche nach Erinnerungen daran, was das Leben in der DDR für sie ausgemacht hat und welche Bedeutung diese Erfahrungen heute noch tragen. Dabei greifen sie auf Fragmente ihrer Familiengeschichten zurück: Janas Eltern waren als Ausreiseantragsteller:innen Druck und Überwachung ausgesetzt. Markus’ Familie blieb und Jasmina wurde nach dem Mauerfall geboren und fühlt sich bei Familientreffen wie die Einzige, die die Erinnerungen nicht teilt.
Die Relevanz, sich einem Land anzunähern, das nicht mehr existiert, auf dessen Boden wir uns jedoch weiterhin bewegen, liegt auf der Hand. Die Inszenierung leistet dabei weit mehr, als unterschiedliche Perspektiven auf die Lebensrealität in der DDR sichtbar zu machen: In mehreren klug konzipierten interaktiven Elementen wird das Publikum eingeladen, die eigene Haltung zu hinterfragen. So entstehen Erfahrungen, die sowohl kognitiv als auch intuitiv erfahrbar sind.
Diese Inszenierung erreicht nicht nur die kognitive Ebene, sondern ermöglicht auch ein Erleben – natürlich nicht dasselbe wie das von Menschen in einem anderen Zeitkontext und unter einer anderen Staatsform, wohl aber eigene Erfahrungen, die sich mit den verhandelten Themen verschränken.
03.06.2026, 11:00 Uhr | Theater Strahl/Ostkreuz
04.06.2026, 18:00 Uhr | Theater Strahl/Ostkreuz
05.06.2026, 11:00 Uhr |
Theater Strahl/Ostkreuz
Weitere Termine für die zweite Jahreshälfte folgen im Juli.
Spiel:
Jana Heilmann, Yasmina Hempel, Marcus Thomas
Regie: Anna Vera
Kelle
Co-Regie: Leonie Kopineck
Bühne & Kostüme:
Matthias Werner
Musik: Marcus Thomas
Theaterpädagogik:
Florian Bilbao, Ron Iyamu
Produktionsleitung: Alexander Schröder
Gefördert mit Mitteln des Projektfonds Zeitgeschichte und Erinnerungskultur, der Bundesstiftung Aufarbeitung der SED Diktatur und in Kooperation mit Stiftung Berliner Mauer
Premiere:
15.04.2026
Spieldauer: 90 Min.
Altersempfehlung:
14+
https://www.theater-strahl.de/
Von September bis Anfang November sind alle nominierten Produktionen in den Theatern zu erleben. Die Spieltermine werden auf unserer Homepage fortlaufend ergänzt. Im Sommer 2026 veröffentlichen wir den Flyer zur IKARUS-Spielzeit.
Ab Mai starten wir auch mit der Suche nach den Mitgliedern der IKARUS-Jugendjury, denn beim IKARUS bestimmen Jugendliche selbst, welche Inszenierung sie auszeichnen möchten. In mehreren Workshops und bei den Stückbesuchen der nominierten Inszenierungen werden die Jugendlichen eigene Bewertungskriterien entwickeln und ihre eigenen Preisträger:innen bestimmen. Neben der Jugendjury wird auch wieder eine Fachjury von September bis November die nominierten Stücke besuchen.
Feiere mit uns 25 Jahre IKARUS, das Berliner Theater für junges Publikum und alle nominierten Produktionen. An diesem Gala-Abend werden auch die vier IKARUS-Preise vergeben: Sowohl die Erwachsenen-Fachjury als auch die Jugend-Fachjury werden jeweils einen IKARUS-Preis an ein Kinder- und an ein Jugendtheaterstück vergeben. Alle Preise sind gleichwertig mit einem Preisgeld von 2.500,- € dotiert.
Willst du noch mehr IKARUS? Dann werde selbst ein Teil des IKARUS Theaterpreises und unterstütze diesen!